Die Verwendung von Literaturprogrammen

Die Frage, welches Literaturverwaltungsprogramm Sie verwenden werden, sollten Sie schon vor Beginn der Doktorarbeit beantwortet haben. Während ich meine eigene Doktorarbeit geschrieben habe, hatte ich allerdings keine Ahnung, dass es überhaupt solche Literaturverwaltungsprogramme gibt. Ich weiß also, wie viel zusätzliche Arbeit es bedeutet, ohne ein solches Programm zu arbeiten.

Ganz allgemein handelt es sich bei Literaturverwaltungsprogrammen um Programme, mit Hilfe derer Literaturdatenbanken angelegt werden, die später beim Schreiben der Doktorarbeit das Zitieren erleichtern.

Ich zeige hier die wichtigsten Vor- und Nachteile einiger Literaturverwaltungsmethoden auf.

Zitieren mit „MS Word“

… ist möglich aber umständlich. Mit Hilfe des Quellenmanagers wird zunächst von Hand der Titel, Autor usw. des betreffenden Papers als Quelle in den Quellenmanager kopiert. Es können verschiedene Zitierstile ausgewählt werden. ISO 690 bedeutet z.B., dass die Quelle später im Fließtext als Nummer erscheint, die im Literaturverzeichnis einer Literaturquelle zugeordnet ist. Dieser Stil wird auch als„numerischer Stil“ bezeichnet und entspricht in der Regel den Anforderungen der Promotionsordnung.

Der Nachteil besteht darin, dass beim Kopieren Fehler passieren können, so dass die Quelle am Ende nicht richtig zitiert ist. Außerdem ist diese Methode umständlich und zeitaufwendig.

Zitieren mit „Endnote“:

Endnote ist ein Literaturverwaltungsprogramm, in das direkt bei der Recherche z.B. aus Pubmed die Quelle in das Programm importiert werden kann. Von dort aus kann sie dann in den Fließtext der Arbeit eingefügt werden, ebenfalls mit verschiedenen Zitierstilen. Vorteile sind die einfache Bedienbarkeit und die Kompatibilität mit Windows und Mac. Oft bieten Hochschulen vergünstigte oder kostenfreie Lizenzen des Programms für Studenten an. Die Literaturrecherche zu einem Thema ist über einen Cloud-Zugang für andere Personen zugänglich. Der Nachteil besteht darin, dass es wenige Möglichkeiten gibt die Literatur beim Lesen z.B. durch Kommentare zu bearbeiten. Das Markieren von Textpassagen ist allerdings möglich.

Zieren mit „Citavi“

„Citavi“ bietet mehr Möglichkeiten, die Literatur gleich beim Lesen zu bearbeiten. Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich eine Art Zeitmanagementplan zu erstellen, was zusätzlich motivierend sein kann.

Hier gibt es die Möglichkeit, sich eine verschmälerte Version des Programms für bis zu 100 Literaturstellen (was für die meisten medizinischen Doktorarbeiten ausreichen sollte) herunterzuladen: http://www.citavi.com/de/download.html. Ein Nachteil ist allerdings, das Citavi nur mit Windows und nicht mit Mac verwendbar ist.

Fazit: Für welche Variante Sie sich auch immer entscheiden werden. Die ohne Literaturverwaltungsprogramm ist sicherlich die ineffektivste und  fehleranfälligste. Selbst wenn Sie schon Literatur zusammengesucht haben, lohnt es sich, vor dem Schreiben die Literaturquellen in ein entsprechendes Programm einzufügen, um beim Schreiben der Arbeit Zeit zu sparen.

Autorin: Dr. med. Jasmin Webinger

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